Emil Herzog
Jodler, Dirigent, Komponist und Maler
Der Jodler und Dirigent
Schon um das Jahr 1928 übernahm er die Leitung seines von ihm mitgegründeten Jodlerklubs Bönigen. In uneigennütziger Weise leitete er diesen Klub und brachte ihn schon damals zur vollen Blüte. Das Jodlerwesen, das ihm schon als kleiner Bub Freude bereitete, entfaltete sich dann in diesem Klub erst recht.
Emil Herzog hat sich aber nicht nur dem Komponieren hingegeben. Er leitete nebst dem schon erwähnten Jodlerklub Bönigen in späteren Jahren auch noch andere Klubs. Zwischen 1942 und 1970 dirigierte er die Jodlerklubs „Bärgbrünnli“ Wabern, „Bärner Mutze“ Bärn, „Bärgrösli“ Bern, „Heimelig“ Schwarzenburg, „Schneeglöggli“ Kallnach und Edelwyss Zofingen. Zudem war er im Jodlerklub „Berna“ Bern immer ein treuer Sängerkamerad. Im Weiteren gründete er das gemischte Jodelchörli „Bärgblueme“ Bern, das er ebenfalls viele Jahre leitete. Jahrelang fehlte Emil Herzog kaum an einem Jodlerfest als Kampfrichter.
(Quelle: ejdkv.ch)
Der Komponist
Mit Hilfe einer ausgezeichneten, volkstümlich veranlagten Klavierlehrerin erwarb er die Kenntnisse und Grundbegriffe der Komposition. So verfasste er vorerst einen zweistimmigen Jodel mit vier Begleitstimmen, den „Wyssbrätt-Jodel“ (Wyssbrätt ist eine Stelle am Bönigberg), der am 2. bernisch-kantonalen Jodlertag 1929 im Kursaal Interlaken zur Uraufführung gelangte und sehr guten Anklang fand. Die ersten Jodellieder verfasste er im Jahre 1928, ohne sie von Fachleuten überprüfen zu lassen, darunter das Lied „Es Blüemli“, eines der schönsten und vielgesungenen Lieder.
Diesen Liedern haben sich eine stattliche Zahl von 113 angeschlossen. Daneben hat es einige Kompositionen, die nie veröffentlicht wurden.
Im Jahre 1946 wurde der erste schweizerische Jodelliederwettbewerb von der „AKV“ (Schweiz. Gesellschaft volkstümlicher Autoren, Komponisten und Verleger) Bern durchgeführt. 1948 wurde der „Schönegg-Jodel“ im 1. Rang klassiert.
(Quelle: ejdkv.ch)
Der Maler
Seine ersten Bilder malte Emil Herzog um1933, gut zehn Jahre nachdem die ersten Jodel-Kompositionen entstanden waren. Die meist in Öl ausgeführten Werke waren in erster Linie zur Verschönerung des eigenen Heims und nicht für den Verkauf gedacht. Neben einigen Blumenstillleben malte er vorwiegend Landschaften und Ansichten des Berner Oberlandes und des Wallis.
(Quelle: Ein Leben für das Jodellied)